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Stadtarchiv
Bibliothek des Stadtarchivs

Bibliothek des Stadtarchivs

Ergänzt werden die Bestände des Stadtarchivs durch eine wissenschaftliche Präsenzbibliothek. Hier findet man Literatur zur Bad Homburger Stadtgeschichte, umfangreiche Bestände zur nassauischen und hessischen Landesgeschichte und zur allgemeinen Geschichte, insbesondere auch zur Geschichte des Nationalsozialismus.

Bestandsgeschichte

Urkundlich belegt ist, dass schon im 17. Jh. die für die Stadt Bad Homburg wertvollen Dokumente im Rathaus verwahrt wurden. Ein Stadtarchiv existiert seit etwa 1840, als der Strumpffabrikant Johann Georg Hamel damit begann, diese Archivalien in eine Ordnung zu überführen. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde lediglich eine Handbibliothek aufgebaut. Während die aktuellen Verwaltungsakten bei der Zerstörung des Rathauses verbrannten, hat dieser Bestand, der in einer Schule ausgelagert war, den Krieg überdauert. Zwischen 1950 und 1975 übernahm das Archiv von der Stadtbibliothek die Schriften, die wegen ihres historischen Werts oder aus konservatorischen Gründen dem Leihverkehr entzogen werden sollten. Damit gelangten vor allem die umfangreichen Teilbestände Hessen-Homburg und Hessen-Nassau, die den größten Teil des historischen Buchbestandes ausmachen, ins Stadtarchiv. Seit den ersten Nachkriegsjahren steht auch die Bücherei des Bad Homburger Geschichtsvereins, die dem Tauschverkehr mit anderen Geschichtsvereinen entstammt, den Benutzern des Stadtarchivs zur Verfügung. Das Stadtarchiv besitzt heute die meisten lokalhistorisch bedeutsamen Schriften und bemüht sich, vorhandene Lücken zu schließen.

Bestandsbeschreibung

In den historischen Bestand wurden neben der wissenschaftlichen Handbibliothek auch Druckerzeugnisse mit rein archivalischem Charakter einbezogen, z.B. gedruckte Kur- und Fremdenlisten. Die quantitative Bestimmung erfolgte teils nach systematischem, teils nach dem Verfasserkatalog und nur zum geringen Teil durch Auszählung am Regal. Es wurde nur der regionalgeschichtlich ausgerichtete Bestand erfasst.

Chronologische Übersicht und Übersicht nach Sprachen

Der historische Buchbestand umfasst 4052 Bände, etwa die Hälfte des Gesamtbestands von ca. 8000 Bänden. Davon stammen 13 Bände aus dem 16. Jahrhundert, 29 aus dem 17. Jahrhundert, 64 aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhundert und 264 aus der zweiten Hälfte, 1372 aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert, 1046 Bände aus dem Zeitraum von 1850 bis 1869 und 1264 Bände aus dem Zeitraum von 1870 bis 1900. Der fremdsprachige Anteil ist relativ gering: 63 lateinische, 104 französische, 109 englische, 13 niederländische Werke sowie einige russische, italienische und thailändische Bücher. Bei den Texten in lateinischer Sprache handelt es sich zumeist um Rechtverordnungen und juristische Abhandlungen sowie um theologische und medizinische Werke. Die anderen fremdsprachigen Titel hängen zu einem erheblichen Teil mit den Besonderheiten der Stadtgeschichte Bad Homburgs zusammen.

Systematische Übersicht

Abgesehen von den Nachschlagewerken des Präsenzbestandes, der nur 28 historische Werke umfasst, ist der Bestand magaziniert und systematisch aufgestellt (Zeitungen und Zeitschriften chronologisch). Zweit- und Mehrfachexemplare werden gesondert aufbewahrt. Der historische Bestand gliedert sich in Literatur zur Geschichte der Stadt Bad Homburg sowie zur Landgrafschaft Hessen-Homburg (1021 Bände), Literatur zur Geschichte des Herzogtums Nassau und zur ab 1868 preußischen Provinz Hessen-Nassau (1123 Bände), Tageszeitungen aus Bad Homburg und aus anderen nahe gelegenen Ortschaften, z.B. der Taunusbote, Kreiszeitung für den Obertaunuskreis, historische Zeitschriften aus dem 19. Jahrhundert mit weitgehend regionalem Bezug, Gesetzes-, Amts- und Verordnungsblätter der Landgrafschaft Hessen-Homburg, des Herzogtums Nassau (ab 1868), des Obertaunuskreises, des Regierungsbezirks Wiesbaden, der Provinz Hessen-Nassau, des Landes Preußen sowie ab 1871 des Deutschen Reiches. Die Sammlung der auf die Landgrafschaft Hessen-Homburg bezogenen Literatur umfasst Werke zu allen Lebensbereichen der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Stadt (Agrarproduktion, Handel, Handwerk und Gewerbe, Versorgungseinrichtungen, Kirchen, Vereine usw.). Aus dem 17. und 18. Jh. Stammen eine Reihe französischer Bücher, die in Zusammenhang mit der Ansiedlung von Hugenotten in der Stadt Homburg sowie mit der ebenfalls französischsprachigen Waldensersiedlung in Dornholzhausen stehen. Ein großer Teil des Schrifttums hängt mit der wachsenden Publizität Bad Homburgs im frühen 19. Jh. zusammen. Im Gefolge des Wiener Kongresses erhielt die Landgrafschaft Hessen-Homburg im Jahre 1816 neben einem zusätzlichen Gebietszuwachs die völlige Souveränität und war damit der einzige souveräne Kleinstaat im Deutschen Bund. Berühmt wurde die Stadt vor allem durch die Nutzung ihrer Mineralquellen und seit 1840 durch die Spielbank. Mit den Mineralquellen und ihren heilsamen Wirkungen befassen sich zahlreiche Badeschriften (344 zum Thema Kur). Die Kurstadt selbst mit ihren Vergnügungen ist Gegenstand zeitgenössischer Reiseliteratur, während eine Anzahl moraltheologischer und moralistischer Abhandlungen vor dem durch die Spielbank ausgelösten „Sittenverfall“ warnt. Aus diesem Bereich stammen viele der fremdsprachlichen Titel. Die Regionalsammlung wird durch Lebensbeschreibungen (102 Bände) sowie durch Literatur zu Homburg oder in Homburg verfasste literarische Werke ergänzt. Zur homburgischen Geschichte liegen als Teilsammlungen vor: Schriften zum Judentum (bereits 1335 erhielt Homburg das mit den Stadtrechten zusammenhängende Recht, Juden aufzunehmen), Prozessakten und juristische Abhandlungen über die jahrhundertelang währenden Konflikte zwischen Hessen-Homburg und Hessen-Darmstadt (die Landgrafschaft Hessen-Homburg unterstand bis 1816 der Oberhoheit Hessen-Darmstadts), Schriften im Crisalin und Kur- und Badeschriften. Die Literatur zu Hessen-Nassau schließt vielerlei lokalgeographisches Schrifttum ein, darunter eine umfangreiche Teilsammlung zur Stadt Frankfurt. Ebenso sind Veröffentlichungen der regionalen Geschichtsvereine vorhanden. Quelle: Handbuch der historischen Buchbestände

Periodika

Der Periodikabestand umfasst neben zahlreichen Zeitschriften, das Landgräflich Hessische Amts- und Intelligenzblatt, alle Bad Homburger Almanache und Adressbücher, Kur- und Badelisten, sowie auch die wichtigsten Gesetzesblätter des früheren Herzogtums Nassau, des Königreichs Preußen und des Deutschen Reiches sowie der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Hessen. Der größte Teil dieser Bestände kann im Original oder auf Microfilm eingesehen werden. Die Präsenzbibliothek des Stadtarchivs ist für alle offen, und der Lesesaal bietet gute Arbeitsmöglichkeiten für die Benutzerinnen und Benutzer. Die Benutzung ist kostenfrei. Für Kopien wird eine geringe Gebühr erhoben.

Kontakt

Gotisches Haus
Tannenwaldweg 102
Bad Homburg v.d.Höhe
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Fahrplanauskunft:
ÖPNV-Informationen
Telefon:
06172 37882
Telefax:
06172 937216
E-Mail:
stadtarchivbad-homburgde
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