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Berufsbildungswerk Steinmühle

Berufsbildungswerk Steinmühle

Entwicklungsmöglichkeiten für das Berufsbildungswerk Steinmühle und Straßenausbau

Historie

Am Erlenbach in Ober-Erlenbach gab es zwei Mühlen, eine davon war die „Steinmühle“. Sie diente den Bauern der Umgebung zum Mahlen ihres Getreides. Ihr Name geht vermutlich auf das Geschlecht der Grafen von Falkenstein zurück, denen Ober-Erlenbach seit 1404 zeitweilig gehörte. Die Mühle war im Dreißigjährigen Krieg teilweise zerstört worden, wurde aber um 1666 wieder aufgebaut. Sie stand immer wieder leer und wechselte häufig den Eigentümer. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war die Steinmühle Krankenstation für Postpferde und Ende des 19. Jahrhunderts brannte sie zum Teil nieder.

Anfang des 20. Jahrhunderts richtete der Verein „Kupferhammer“ aus Frankfurt an der Steinmühle eine Ausbildungsstätte für junge Leute („schulentlassene, minderbefähigte und geistig abnorme Kinder“) ein. Ab 1904 wurden auch „jugendliche Herumtreiber“ hier einquartiert. Im Jahr 1913 wurde das Haupthaus „Steinmühlstraße 1“ erbaut, welches im rückwärtigen Bereich 1914 um eine Arbeitshalle (später Festsaal) erweitert wurde.

1926 wurde die Einrichtung schließlich in ein Landesaufnahmeheim für „gefährdete Mädchen“ umgewandelt und ab 1933 wurde sie als Erholungsheim für die Hitlerjugend und als Müttergenesungsheim genutzt. 1934 wurden Baupläne für ein Naturschwimmbad auf dem Gelände der Steinmühle erstellt, ob dies tatsächlich gebaut wurde, ist nicht mehr nachvollziehbar.

Nach Kriegsende quartierten sich dort amerikanische Soldaten ein, dann diente sie zeitweilig der Aufnahme von Flüchtlingen. Als der Flüchtlingsstrom nachließ übernahm der Landeswohlfahrtsverband die Leitung des Hauses und richtete dort wiederum ein geschlossenes Erziehungsheim für Mädchen ein, welches 1970 aufgegeben wurde.

Ab 1971 diente die Steinmühle als Taubstummenheim und seit dem Jahr 1985 ist das Areal der Steinmühle in der Verantwortung des Berufsbildungswerks Südhessen. Die Außenstelle „Steinmühle“ der Einrichtung in Karben dient als Ausbildungsbetrieb für Jugendliche. Außerdem finden hier Förderlehrgänge statt, die zur Berufsreife und dann zu einer Berufsausbildung der Jugendlichen führen sollen.

Quellen:
„Unser Ober-Erlenbach, Geschichte und Geschichten“, 1996, Herausgegeben von der „Heimatstube Ober-Erlenbach e.V.“ in Zusammenarbeit mit dem Magistrat der Stadt Bad Homburg, „Ober-Erlenbach, Streifzüge durch die Dorfgeschichte“, 2006, Joachim Ziegler

Entwicklungsmöglichkeiten für das Berufsbildungswerk Steinmühle gGmbH

Das Berufsbildungswerk ist eine Einrichtung zur Integration benachteiligter Jugendlicher in das Berufsleben mit Standorten in Karben, Butzbach, Bad Vilbel und auf dem Anwesen in der Steinmühlstraße, welches aus Schul- und Internatsgebäuden und Werkstätten besteht. Die baulichen Anlagen sind überaltert und erneuerungsbedürftig. Sie sind derzeit lediglich im Bestand geschützt, bauliche Veränderungen und Erweiterungen sind nach öffentlichem Baurecht derzeit grundsätzlich nicht zulässig, denn der seit 1998 rechtskräftig geltende Bebauungsplan Nr. 54 „Landschaftsplan – Sport- und Freizeitanlagen Sportpark Wingert“ setzt für die Grundstücke des Berufsbildungswerks beidseits der Steinmühlstraße „private Grünfläche“ fest.

Da die Stadt Bad Homburg v.d.Höhe die Bildungseinrichtung im Stadtgebiet erhalten möchte und die notwendigen Entwicklungsmöglichkeiten unterstützt, hat die Stadtverordnetenversammlung hat am 17. Dezember 2015 die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 136 „Steinmühle“ beschlossen. Dieser sieht die Festsetzung von „Flächen für Gemeinbedarf“ und eines „Gewerbegebiets“ vor.

Das Bebauungsplanverfahren ist bislang soweit fortgeschritten, dass im Oktober 2016 die Offenlage des Bebauungsplan-Entwurfs und die Beteiligung der Behörden, der Träger öffentlicher Belange und der Öffentlichkeit stattfinden konnte.

Ausbau der Steinmühlstraße

Die Steinmühlstraße soll nach Abschluss des Bebauungsplanverfahrens im Bereich der S-Kurve auf Höhe des Reitvereins bis zur Einmündung auf die Seulberger Straße entsprechend der Darstellungen im rechtskräftigen Bebauungsplan Nr. 54 „Landschaftsplan – Sport- und Freizeitpark Wingert“ und dem zukünftigen Bebauungsplan Nr. 136 „Steinmühle“ ausgebaut werden. Die Rechtskraft des Bebauungsplanes Nr. 136 „Steinmühle“ ist um die Jahreswende geplant, sodass zu Beginn des Jahres 2017 – je nach Wetterlage – die Straßenausbauarbeiten beginnen können.

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