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Auf den Spuren von Robert Louis Stevenson

Auf den Spuren von Robert Louis Stevenson

Der Schriftsteller Robert Louis Stevenson hat auch in Bad Homburg seine Spuren hinterlassen.

Einer der meistgelesenen Autoren

Robert Louis Stevenson zählt zu den bekanntesten und meistgelesenen Autoren der Welt. „Die Schatzinsel“ (Treasure Island) und „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ (Strange Case of Dr. Jekyll and Mr. Hyde) gehören zum Kanon der Weltliteratur. Sein Roman „Die Schatzinsel“ wurde bislang über 20 Mal verfilmt.
Der schottische Autor hatte in seinem Leben zahlreiche Reisen unternommen. Seine Publikationen leisten einen wichtigen literarischen und kulturellen Beitrag zum Verstehen seiner Zeit.
Weit weniger bekannt ist, dass Stevenson mindestens zweimal Bad Homburg besucht hat. Der elf-jährige Robert Louis begleitete begleitete seinen Vater bei dessen Kuraufenthalt. In den später erschienen Erinnerungen widmet der Autor dem Aufenthalt in Homburg erstaunlich breiten Raum.

Kurze Wochen im mondänen Kurbad

Stevenson lässt seine Leserschaft nachempfinden, welchen Eindruck diese kurzen Wochen im mondänen Kurbad auf den Jungen gemacht haben. Besonders anrührend sind seine Erinnerungen an die Musik, die er im Kurhaus hörte. Und natürlich auch an die Spielbank.
Stevenson hat an vielen Orten, an denen er sich aufgehalten hatte, seine Spuren hinterlassen. Kommunen, Wissenschaftler und unterschiedliche Einrichtungen haben sich zum europäischen Netzwerk „Sur les traces de Robert Louis Stevenson“ zusammengeschlossen, um sein Erbe wissenschaftlich, kulturell und touristisch zu pflegen und in seinem Sinn den Europäischen Gedanken zu befördern. Die Stadt Bad Homburg ist Mitglied der Gesellschaft. Der Robert Louis Stevenson-Weg, der auch Bad Homburg einbezieht, ist von der EU in die Liste des Europäischen Kulturerbes aufgenommen.
Oberbürgermeister Alexander Hetjes, Gerta Walsh und Kulturamtsleiter Matthias Setzer | © Bernd Ehmler
Eine Erinnerungstafel an dem Haus Nr. 3 in der Kisseleffstraße erinnert an den ersten Aufenthalt Robert Louis Stevensons in Bad Homburg im Jahr 1862. Die Familie hatte damals in dem Haus übernachtet. Oberbürgermeister Alexander W. Hetjes enthüllte die Tafel 2018 im Rahmen einer kleinen Feierstunde gemeinsam mit der Bad Homburger Stadthistorikerin Gerta Walsh und Kulturamtsleiter Matthias Setzer.

  • Stevenson über Homburg

    Eine gute Kapelle spielte jeden Tag

    „In Homburg hörte ich zum ersten Mal das andauernde Klingen von Geld auf den Tischen der Spielbank. Draußen auf der Terrasse sitzend, wurde mir dies plötzlich mit einem Schauer des Vergnügens bewusst, den ich nie vergaß. Eine gute Musikkappelle spielte jeden Tag, und ich vergaß die Musikstücke: aber ich denke, wenn ich einst im Sterben liege, werde ich immer noch wie ich es jetzt tue, das zarte Konzert innerlich hören.“

    Die Diener waren mein schreckliches Entzücken

    „Manchmal nahm mich mein Vater hinein, und ich ging um die vollbesetzten Tische herum. Die langen Diener in ihrer Livrée waren mein schreckliches Entzücken. Ich hatte gehört, daß sie die Besucher beobachten, und ich stellte mich neben einen und versuchte, seinen Blicken zu folgen und war erregt von diesem Gefühl des Geheimnisses und der Gefahr. Es war ein lasterhaftes Haus, das wußte ich.“

    Tag für Tag kam die alte Gräfin

    „Das schlimmste, was ich sah, war die alte Gräfin. Sie war ungeheuer alt und gebrechlich und hatte ein böses Gesicht. Nacht für Nacht, Tag für Tag kam die alte Gräfin an die Spieltische, ihr Stuhl war für sie reserviert und dort spielte sie. Ich hörte, sie habe alles verlassen: Ehemann, Familie, Charakter um dieses armseligen Vergnügens wegen!“
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