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Der Englische Garten

Ab dem Jahr 1820 schuf sich Elisabeth eine kleine englische Heimat. Der Garten wechselte mehrfach den Besitzer und ist heute mit Einfamilienhäusern bebaut.

Geschichte nach oben

Baumgruppen umstanden die Rasenflächen, geschwungene Wege führten an prachtvollen Blumenbeeten vorbei, Laubengänge und eine „Dunkle Allee“ spendeten Schatten. In drei Gewächshäusern gediehen seltene Pflanzen, Wein, Gemüse und Obst sogar in exotischen Sorten. Geschaffen hatte dieses Paradies ab 1820 die „englische Landgräfin“ Elizabeth. Sie widmete ihm viel Zeit und arbeitete nach eigenem Bekunden „wie eine Ameise“.

Der nach Eliza benannte Englische Garten ist einer der Prinzengärten entlang der Tannenwaldallee. Er gehörte ihrem Gemahl, dem Landgrafen Friedrich VI. Joseph, der das unweit des Schlosses gelegene Areal von seinem Vater Friedrich V. Ludwig als Geschenk erhalten hatte. Nachdem 1866 der letzte Landgraf, Ferdinand, gestorben war, erwarb Marie Blanc, Ehefrau des Spielbank-Gründers François Blanc, den Englischen Garten. Zu Ehren der Landgrafen stiftete sie 1871 ein Denkmal, das einen kronenlosen Eichenstamm mit sechs Aststümpfen darstellt. Die Inschriften benennen gleichsam als Ahnentafel die regierenden Landgrafen des Hauses Hessen-Homburg. Das instand gesetzte Denkmal steht auf dem Fußweg, der das heutige Wohngebiet durchquert.

Die Stadt hatte den Englischen Garten, der nach Marie Blancs Tod 1871 in den Besitz zunächst der Familie Brüning und 1919 in den des Prinzen Adalbert von Preußen überging, 1958 zur Bebauung freigegeben.

Ist-Zustand nach oben

Während der Englische Garten nicht wiederhergestellt werden kann, wird die in seiner Nähe befindliche Carolinenbrücke 2011 saniert. Sie wurde um 1770 als „Weiße Brücke“ gebaut und von Landgraf Friedrich VI. Joseph nach seiner Mutter umbenannt, als er 1820 die Tannenwaldallee erneuern ließ. Die Brücke überquert den in den Englischen Garten fließenden Lohrbach sowie den begleitenden Fahrweg, das „Schlockerfass“.
In den 1960er Jahren wurden der Lohrbach verrohrt und der Hohlweg aufgefüllt. Die rund gemauerten Brückenbögen sind zum Teil noch sichtbar. Das historische Geländer und die Treppenstufen blieben weit gehend erhalten.

Ziele nach oben

Am Anfang des Fußweges in das heutige Wohngebiet gibt eine Informationstafel Auskunft über den Ehemaligen Englischen Garten.

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