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Der Große Tannenwald – Der Forstgarten

Der Forstgarten als Teilelement des Großen Tannenwaldes ist als erste Anlage überhaupt vollendet worden.

Geschichte nach oben

„Er enthält die freundlichsten Anlagen, die besonders dadurch einen erhöhten Reiz haben, dass sie zugleich eine geordnete Pflanzschule schöner und seltener Bäume und Sträucher bildet. Inmitten des Gartens blinkt der helle Spiegel des Weihers. Rauschende Bäche durchschlängeln die Anlagen und viele Ruhesitze, sowie Hütten mancherlei Art sind an den verschiedensten Punkten angebracht.“ Mit diesen Worten beschrieb Georg Schudt 1854 den Forstgarten und so präsentiert sich die Anlage heute wieder. Der Forstgarten ist das erste grüne Kunstwerk der Landgrafen von Hessen-Homburg, in dem die Restaurierungsarbeiten abgeschlossen sind.

© historische Ansicht vom Teehaus im Forstgarten

Seinen Charakter erhielt der schon früher vorhandene Forstgarten ab 1821 unter Landgraf Friedrich VI. Joseph und seiner Gemahlin Elizabeth, der Tochter des englischen Königs George III. Er stellt innerhalb der Landgräflichen Gartenlandschaft ein herausragendes Beispiel für die Philosophie dar, das Nützliche mit dem Schönen zu verbinden. Im Forstgarten vereinte sich eine idyllische landschaftliche Gestaltung mit der funktionalen Nutzung als Pflanzenschule.

In den „Kämpen“ kultivierte das Landgrafenpaar exotische Pflanzen, deren Samen und Setzlinge die Weltentdecker aus Übersee mitbrachten und die sie aus England bezogen. Die Pflanzen mussten auf ihre Eignung für das mitteleuropäische Klima getestet werden, ehe sie für den Schlosspark und die landgräflichen Gärten verwendet werden konnten. Für interessierte Besucher, für die der Forstgarten offen stand, hatte man die seltenen Pflanzen beschildert. Auch als Baumschule für heimische Gehölze diente der Forstgarten. 40 verschiedene Baumarten sind zu Beginn des Wiederherstellungsprojekts erfasst worden, darunter eine alte Süntelbuche, die als Naturdenkmal eingetragen ist.

Friedrich VI. Joseph und Elizabeth banden den botanischen Garten und die Baumschule in eine gartenkünstlerische Anlage ein. Es entstanden Linden- und Thuja-Alleen, schmale gewundene Pfade, zwei Teiche und am Ufer des größeren ein Teehaus. An diesem idyllischen Ort verweilte die landgräfliche Familie des Öfteren, um ihren Tee zu nehmen oder Besucher zu empfangen. Die Stadt Bad Homburg folgte dieser Tradition und lud verschiedentlich zu Teehausfesten ein. Regelmäßig genutzt wird das 2004 nach historischen Bildern neu aufgebaute Teehaus von Kindertagesstätten-Gruppen bei ihren Waldtagen.

Ist-Zustand nach oben

Die Besucher erleben den Forstgarten weitgehend so, wie er vor nahezu 200 Jahren bestand. Der Teich und sein romantisches Umfeld sind saniert, ebenso das Wegenetz und sechs historische über die Bachläufe führende Brücken.
© wiederhergestelltes Teichumfeld im Forstarten
Sitzplätze laden zum Rasten und Verweilen ein, für botanisch Interessierte sind dendrologische Besonderheiten mit Emailleschildern ausgezeichnet. Erlebbar ist auch wieder die Funktion des Forstgartens als Baumschule. Zwei der ehemals drei „Kämpen“ sind wiederhergestellt. Bad Homburger Schulklassen werden im Rahmen eines naturpädaogischen Projekts zusammen mit dem Stadtforst die Anzucht von Eichen- und Buchen-Sämlingen betreuen.

Ziele nach oben

Eine Informationstafel erklärt vor Ort die Bedeutung des Forstgartens. Der Forstgarten als Teil der Landgräflichen Gartenlandschaft ist bereits vollständig nach historischem Vorbild wiederhergestellt.
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