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Wiederaufbau der Schweizerei

Die Schweizerei im Kleinen Tannenwald wird wieder aufgebaut, das Umfeld des Gebäudes aufgewertet. Franz-Josef Mues, Vorsitzender des Fördervereins Kleiner Tannenwald, und Oberbürgermeister Michael Korwisi gaben am 21. Februar 2014 mit einem symbolischen ersten Spatenstich den Startschuss für die Arbeiten.
„Die Schweizerei war ein besonderes Gebäude. Ihr romantischer Charakter und die Gartenflächen rundherum haben die gesamte Anlage mitgeprägt. Der Wiederaufbau nach den Plänen aus den Jahren 1891/92 ist ein wichtiger Schritt bei der Rekonstruktion des Kleinen Tannenwaldes“, sagte Korwisi. Er dankte im Namen der Stadt dem Förderverein für das Engagement und den Handwerkern und Sponsoren, die ihre Arbeitsleistung und das Material als Spende zur Verfügung stellen.
„Die Idee für den Wiederaufbau ist vor zwei Jahren bei einer Mitgliederversammlung des Fördervereins geboren worden. Wir freuen uns heute sehr über den ersten Spatenstich“, erklärte Mues. Die Zeit seit dieser Versammlung hat der Verein gut genutzt. Viele engagierte und namhafte Handwerker sagten zu, ihre Leistung zu spenden. Ebenso erklärten sich Sponsoren bereit, für Gewerke Materialkosten zu tragen. Für einige weitere Gewerke werden noch Handwerker oder Sponsoren gesucht.
Der Förderverein trieb die Planung und Vorbereitung der Wiederherstellung des Schweizerei nach den ersten Spendenzusagen weiter voran. Nach der sorgfältigen Sicherstellung und Archivierung der verbliebenen Ruine hat der Bad Homburger Architekt Micha Barsties auf Basis der historischen Vorgaben in enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz und der Stadtplanung die Pläne für den Wiederaufbau erstellt.
Die Stadt wird nach dem Wiederaufbau der Schweizerei deren Umfeld gestalten lassen. Basis hierfür ist ein Situationsplan von 1866. Die landschaftsgärtnerischen Arbeiten sind vergeben. Auch die Sanierung des Eingangstores am Leopoldsweg ist bereits in Arbeit. Die Sandsteinpfeiler werden saniert, eine Fachfirma ist mit den Metallarbeiten am Tor aus. Die Stadt investiert rund 120.000 Euro in das Tor und die Landschaftsgestaltung.
Landgräfin Elisabeth entwickelte die Gartenanlage 1822 weiter. Sie erbaute sich im östlichen Teil des Gartens eine kleine aber gut funktionierende „Ornamented Farm“, eine Musterwirtschaft mit einem Cottage (1822), Schweizerei (1823), Meierei (1832) mit Wohnhaus und Ökonomieräumen (Scheune, Viehstallungen) sowie dem bereits in den Jahren 2011/2012 sanierten Eiskeller.
1892 soll der Gasthof „Kleiner Tannenwald“ in der Schweizerei eingerichtet worden sein. Anhand von Grundrissplänen aus dieser Zeit 1891/92 und von 1928 ist die Raumaufteilung im Erd- und im Kellergeschoss dokumentiert. Das Erdgeschoss wies neben einem Restaurationsraum auch eine Küche und zwei miteinander verbundene Stuben auf. Das Kellergeschoss war ähnlich aufgeteilt. Es ist anzunehmen, dass diese Pläne auch die ursprüngliche Raumaufteilung wiedergeben.
Informationen über die Nutzung der Schweizerei liegen der Stadt dann erst wieder für die Jahre nach 1930 vor. Mündlich ist überliefert, das damals in Privatbesitz befindliche Gebäude sei bis 1941 wieder als Gaststätte genutzt worden. Die Wiese war als Außenbereich in den Gastronomiebetrieb einbezogen. Das Grundstück wurde dann verkauft. Das Gebäude diente nach 1942 als Holzschuppen und verfiel zusehends. 2010 erwarb die Stadt Bad Homburg mit finanzieller Unterstützung durch den Förderverein das verfallene Gebäude.
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