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Spatenstich Busdepot | © Stadt
Aktuelles – 16.10.2026
Aktuelles

Spatenstich für das provisorische Busdepot

Stadt schafft an zwei Übergangsstandorten die Voraussetzungen für 15 neue Elektrobusse ab 2027
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#badhomburg

Bad Homburg v. d. Höhe. Mit dem offiziellen Spatenstich hat die Stadt Bad Homburg den Startschuss für den Bau einer provisorischen Ladeinfrastruktur an zwei Standorten gegeben. Am Betriebshof in der Nehringstraße und an der Werner-Reimers-Straße entstehen insgesamt 15 Ladepunkte, die den Einsatz der 15 neuen Elektrobussen, die von 2027 an durch die Straßen Bad Homburgs fahren, ermöglichen sollen. Die Übergangslösung schafft die Voraussetzungen, um die Elektrifizierung des städtischen Busverkehrs bereits vor der geplanten Fertigstellung des neuen zentralen Busdepots voranzutreiben.

 

Bürgermeister Dr. Oliver Jedynak betont die Bedeutung des Vorhabens: „Wir wollen den Umstieg auf elektrische Antriebe im Bad Homburger Busverkehr nicht erst mit dem neuen Busdepot angehen, sondern schon heute die notwendigen Voraussetzungen schaffen. Die beiden provisorischen Standorte ermöglichen es uns, die Elektrifizierung schrittweise voranzubringen und gleichzeitig die langfristige Entwicklung unseres ÖPNV im Blick zu behalten.“

 

Übergangslösung mit langfristiger Perspektive

Die beiden Standorte sind ausdrücklich als Provisorien angelegt. Sie dienen dazu, die Ladeinfrastruktur für die neuen Elektrobusse rechtzeitig bereitzustellen, bis das geplante zentrale Busdepot zur Verfügung steht. Dessen Fertigstellung ist derzeit für 2031 vorgesehen.

 

Trotz des vorübergehenden Charakters der Standorte ist die Investition auf langfristige Nutzung ausgelegt: Die Ladeinfrastruktur und wesentliche Anlagenteile sollen beim Neubau des Busdepots weiterverwendet werden. Damit wird vermieden, dass die für die Übergangsphase geschaffenen technischen Voraussetzungen anschließend vollständig ersetzt werden müssen.

 

„Provisorisch bedeutet in diesem Fall ausdrücklich nicht, dass wir kurzfristig investieren und die Anlagen später aufgeben“, erklärt Dr. Oliver Jedynak. „Wir schaffen eine Lösung, mit der wir schon vor dem Neubau des zentralen Busdepots elektrisch fahren können. Gleichzeitig stellen wir sicher, dass wesentliche Komponenten am künftigen Standort weiter genutzt werden. So verbinden wir den aktuellen Handlungsbedarf mit einem verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Mitteln.“

 

An der Werner-Reimers-Straße, hier soll künftig das neue Busdepot beheimatet sein, werden elf Ladepunkte errichtet. Vier weitere Ladepunkte entstehen am bestehenden Standort am Betriebshof in der Nehringstraße. 

 

Zum Projektumfang gehören außerdem zwei neue Mittelspannungs-Trafostationen. Die für den Betrieb erforderlichen Netzanschlüsse werden durch den Netzbetreiber Syna hergestellt. Die Lieferung der Ladeinfrastruktur und der Transformatorentechnik übernimmt die Firma SBRS/Shell.

 

Förderung durch das Bundesministerium für Verkehr

Die Errichtung der Ladeinfrastruktur wird durch das Bundesministerium für Verkehr mit einer Förderquote von 40 Prozent der Infrastrukturkosten unterstützt. Die Förderung trägt dazu bei, die Voraussetzungen für einen emissionsärmeren öffentlichen Nahverkehr zu schaffen.

 

Da die Ladeinfrastruktur und wesentliche technische Komponenten im künftigen Busdepot weiterverwendet werden sollen, wirkt die Förderung über die provisorischen Standorte hinaus. Sie unterstützt damit sowohl die kurzfristige Elektrifizierung des Busbetriebs als auch den langfristigen Aufbau einer zukunftsfähigen ÖPNV-Infrastruktur in Bad Homburg.

 

Die Planung und Umsetzung des Projekts erfolgen in enger Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung und externen Partnern. Mehr als zehn städtische Bereiche arbeiten dezernatsübergreifend zusammen. Dazu gehören unter anderem der ÖPNV, das Gebäudemanagement, die Grünflächenverwaltung, die Bauaufsicht, die Stadtplanung, das Liegenschaftsmanagement, die Feuerwehr, der Straßenbau, die Stadtentwässerung, die Vergabestelle und der Betriebshof.

 

Ergänzt wird die Zusammenarbeit durch SBRS/Shell, mehrere Unternehmen für ingenieurtechnische Planungsleistungen sowie für die Ausführung des Tiefbaus und des Verkehrswegebaus. Auch Syna ist als Netzbetreiber in die Planung und Herstellung der Netzanschlüsse eingebunden.

 

„Die Elektrifizierung unseres Busverkehrs ist ein wichtiger Baustein für die Klimaschutzziele der Stadt“, betont Dr. Oliver Jedynak. „Mit den beiden provisorischen Standorten schaffen wir die Möglichkeit, diesen Weg bereits vor der Fertigstellung des neuen Busdepots konsequent weiterzugehen. Zugleich behalten wir die langfristige Perspektive im Blick und investieren in Infrastruktur, die auch künftig einen wichtigen Beitrag zu einem modernen und nachhaltigen ÖPNV leisten wird.“